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Pressemitteilung zur Novalisstraße 13: Kiezversorgung durch massive Mieterhöhung bedroht

Nach der Übernahme der Immobilie in der Novalisstraße Ende 2025 durch einen Investor stehen zwei Kiezinstitutionen und wichtige Versorgungsangebote für die Nachbarschaft akut vor dem Aus.

Der Kiezkiosk von Jana Bieslet und die ergotherapeutische Praxis von Nadja Schünemann sind seit etwa 30 Jahren fester Bestandteil eines Kiezes, der ohnehin stark von Gentrifizierung betroffen ist.

Nun fordert der neue Eigentümer ab dem kommenden Jahr eine drei- bis vierfache Erhöhung der Mieten für die beiden Gewerbeeinheiten. Ernsthafte Gesprächsangebote lehnt er ab. Stattdessen hat er beide Mietverhältnisse zum Jahresende gekündigt.

Die Kündigungen des Kiezladens von Jana Bieslet und der Praxis von Nadja Schünemann bedeuten nicht nur den Verlust zweier wichtiger Orte gelebter Nachbarschaft, sondern haben unmittelbare Folgen für die Daseinsvorsorge vor Ort. Die ergotherapeutische Praxis versorgt zahlreiche Patient*innen. Durch die enge Kooperation mit Kindertagesstätten und Schulen ist das Angebot insbesondere für Kinder von großer Bedeutung.

„Es kann nicht sein, dass hier so skrupellos private Profite über die öffentliche Daseinsvorsorge gestellt werden. Der Senat schaut tatenlos zu“, erklärt Stella Merendino, MdB aus Berlin-Mitte. „Der Investor schlägt vor, Frau Schünemann solle künftig verstärkt Privatpatient*innen behandeln, um die hohe Miete zu finanzieren. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller, die auf das öffentliche Gesundheitssystem angewiesen sind. Das betrifft uns alle. Der Senat muss sich für den Erhalt der beiden Einrichtungen einsetzen – oder zumindest über die WBM einen alternativen Standort in der Umgebung ermöglichen.“

„Berlin hat eine Verantwortung für unsere Kieze – insbesondere für Mieter*innen und kleine Gewerbetreibende, die weder über große finanzielle Mittel noch über eine starke Lobby verfügen. Die Bundesregierung muss endlich konsequenten Mieterschutz auch für Gewerbetreibende ermöglichen. Gleichzeitig appellieren wir an Senat und WBM, Nadjas Praxis und Janas Laden zu retten“, erklärt Martha Kleedörfer, Mitglied der BVV Berlin-Mitte.

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