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77 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus und dem Ende des zweiten Weltkrieges – dem Tag der Befreiung angemessen im Bezirk gedenken

BVV Mitte von Berlin

Fraktion DIE LINKE

 

Antrag

 

77 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus und dem Ende des zweiten Weltkrieges – dem Tag der Befreiung angemessen im Bezirk gedenken

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das BA wird ersucht, den 77. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus würdig und angemessen zu gedenken.

Das Bezirksamt möchte Ideen und ein Konzept entwickeln, wie mit Menschen und geeigneten Institutionen und Behörden in den Partnerstädten der Länder, die die Antihitlerkoalition bildeten bzw. im besonders schweren Maße vom Zweiten Weltkrieg betroffen waren, eine kontinuierliche antifaschistische Gedenkarbeit initiiert und dauerhaft etabliert werden kann. Insbesondere der Austausch von Schüler:innnen- und Jugendgruppen, aber auch mit Vertreter:innnen aus Kommunalparlamenten und kommunalen Verwaltungen soll im Fokus der Erinnerungs- und Gedenkarbeit stehen, die das Gedenken an die Opfer des Faschismus und des zweiten Weltkrieges lebendig hält.

In die Ideenfindung und Konzeptentwicklung sollen nach Möglichkeit die Botschaften der Länder der an der Anti-Hitler-Koalition beteiligten Staaten einbezogen werden.

Die geplanten Vorhaben und Ideen sind dem Ausschuss für Kultur und Bildung in der Märzsitzung dieses Jahres vorzustellen. Sie sollen dort diskutiert, ggf. ergänzt und beschlossen werden.

 

Begründung

Der zweite Weltkrieg machte in nur sechs Jahren 65 Millionen Menschen zum Opfer. Mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen begann ein Krieg, der Europa in ein Trümmerfeld verwandelte und unzähliges Leid über die Menschen brachte. Er endete mit der deutschen Kapitulation am 08. Mai 1945. Das Ende des Krieges bedeutete auch das Ende des Genozids an den europäischen Jüdinnen und Juden, sowie ein Ende des Genozids an den Sinti und Roma. Ebenso endete die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderung sowie die Verfolgung und Ermordung von Andersdenkenden wie Sozialist*innen, Kommunist*innen, Gewerkschafter*innen, antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen und widerständigen Geistlichen sowie der Zeugen Jehovas. Den größten Blutzoll für die Befreiung vom Faschismus zahlte die Sowjetunion. 27 Millionen Menschen, Rotarmist*innen und Zivilist*innen, fielen diesem verbrecherischen Krieg zum Opfer.

 

Diedrich, Elliesen-Kliefoth
sowie die anderen Mitglieder der Fraktion DIE LINKE

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