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Keine Vertragsverlängerung für das ATZE Kinder- und Musiktheater

Aus der BVV

Diese Nachricht erreichte die Bezirksverordneten kurz vor ihrer Aprilsitzung. Das Bezirksamt hat beschlossen, den Vertrag mit „ATZE“ über den 30.April 2014 hinaus nicht zu verlängern. Das weit über die Grenzen Mittes hinaus beliebte und hoch angesehene Kinder- und Musiktheater steht vor dem Aus, wenn nicht Lösungen mit den zuständigen Senatsstellen gefunden werden. Der Vertrag des Bezirks mit ATZE stammt aus dem Jahr 2004. Darin wird das Theaterhaus für symbolische 12 Euro Jahresmiete überlassen. Die Betriebskosten trägt der Bezirk. Damals wurde die Kosten-Leistungsrechnung (KLR) auf Kulturprodukte noch nicht angewandt. Mittlerweile stehen die Bezirke unter einem hohen Finanzdruck und ATZE schlägt jährlich mit bis zu 400.000 Euro Kosten in der KLR dem Bezirk zu Buche. Die Fraktion DIE LINKE fordert vom Bezirk ein klares Bekenntnis für den Erhalt des ATZE Kinder- und Musiktheaters und für die weitere Kooperation mit dieser Einrichtung. Die Senatsverwaltung muss die Zuwendungen, die ATZE aus Landesmitteln erhält, so erhöhen, dass damit die ortsübliche Miete für das Haus abgedeckt werden kann.(Drs 0879/IV)

Das Thema Bären im Zwinger am Köllnischen Park wurde von den Grünen aus dem Winterschlaf geholt. Ob die Bärinnen Maxi und Schnute schon auf ihre Umsiedlungsfähigkeit untersucht wurden, was die Untersuchenden als unabhängige GutachterInnen für Großbären qualifiziert und ob VeterinärmedizinerInnen, die Tierschutzverbänden nahe stehen, an der Begutachtung beteiligt seien? Die BVV widmete sich über zwanzig Minuten – für mich gefühlte sechzig Minuten lang – diesen Fragen. Die Grünen „wittern“ Unwillen des zuständigen Bezirksstadtrats und abhängige Gutachter, die verhindern, dass Maxi und Schnute „endlich aus dem Zwinger raus können“. Mit Tierschutzfragen lässt sich in dieser Stadt offensichtlich mehr bewegen als mit Obdachlosigkeit bzw. mit davon bedrohten Menschen. Da man die beiden sehr alten Bärendamen nicht selbst befragen kann, wo sie ihre letzte Lebenszeit verbringen möchten, bleibt nur, veterinärmedizinischen Sachverstand zu Rate zu ziehen. Eine politische Entscheidung wäre hier fehl am Platz.